22. November, 17 motivierte Teilnehmende und ein heissbegehrter Pokal: Die Clubmeisterschaften des TTC Langnau konnten wie gewohnt in drei Akten über die Bühne gehen. Damit es an diesem Samstag perfekt aufging für vier Vierergruppen, meldete sich der Präsi und Rekordsieger Michu höchstselbst krank und korrigierte von 17 auf 16 Teilnehmende, was dennoch vier Personen mehr als noch 2024 waren. Michu indes liess es sich nicht nehmen, die Medaillen persönlich vorbeizubringen und mit kratziger Stimme gutes Gelingen zu wünschen.
Während in einer ersten Phase das Buffet beschnuppert oder sich aufgewärmt wurde, manch ein zusätzlicher Tisch aufgestellt und fallengelassene Tischplatten elegant mit dem grossen Zeh abgebremst wurden, feilte die Turnierleitung wie besessen an der Auslosung. Orientiert an den allgemeinen Elo-Punkten ging die Einteilung wie gehabt stilsicher über die Bühne. Aus jeder Gruppe würden sich zwei Personen für das Viertelfinale qualifizieren und der ausgeschiedene Rest konnte im Pendant dazu die Trostrunde durchführen.
Gruppe 1 lief wie erwartet ab: Brünu setzte sich deutlich durch und Neokönizer Hussain folgte ihm in die KO-Runde. Dahinter platzierten sich die Nachwuchshoffnungen Chäspu und Laurenz, die an diesem Tag vor allem wertvolle Erfahrungen sammelten. Eru, der sich zwischen klettern und Windeln wechseln freimachen konnte, gewann Gruppe 2, wobei er sich gegen den wiedergewählten Johann erst im 5. Satz behaupten konnte. Johann seinerseits konnte sich gegen Lutz nur hauchdünn durchsetzen und sich somit für das Viertelfinale qualifizieren. Die Lutz und David gingen ihrerseits den Weg in die Trostrunde. Zur Neuauflage des letztjährigen Finals kam es in Gruppe 3: Sebu und Elä benötigten neuerlich fünf Sätze und ein letztes Mal noch konnte sich Sebu den Sieg sichern. Oberländer Housi und Oberthalerin Annika wurden unterdessen auf die Trostränge verwiesen. Einzig in Gruppe 4 lief es nicht ganz nach Setzliste ab: Nr. 1 Dänu blieb bis zur letzten Runde ungefährdet, aber gegen die trainingsfleissige Rückkehrerin Karin unterlag auch er mit 1:3. Jeannine und Deru sicherten sich die Teilnahme im Loserbracket.
Aufgrund unvollständiger Unterlagen ist leider nicht mehr ganz ersichtlich, wer im Verlierertableau am tröstlichsten unterwegs war, allerdings schienen sich Chäspu und Lutz am besten geschlagen zu haben.
Während sich die Mehrheit der Blicke zum Buffet richteten (danke an Claudia für das Speisen-Management) und sich die Bänke langsam mit Publikum aus Verwandten- und Freundeskreis füllten, machten die Cracks ein paar letzte Dehnübungen vor den eminent wichtigen Viertelfinalpartien. Mit Brünu (3:0 gegen Noppenfan Johann), Elä (3:1 gegen Karin), Sebu (3:1 gegen Schiffsfreund Dänu) und Eru (3:1 gegen Hussain) setzten sich die Besserklassierten mehr oder weniger souverän durch, wobei die Gegenwehr sicherlich in allen Fällen lobenswert war.
Die Halbfinalpartien wurden somit unter den Langnauer Eigengewächsen und dem transferierten NLB-Crack ausgetragen. Während sich die Ästhetiker Eru und Sebu auf die schönen Ballwechsel fokussierten, war das Spiel zwischen Brünu und Elä wohl eher etwas für die Taktiker. Elä prügelte phasenweise sehr überlegt auf die gegnerischen Noppen ein und zwang Brünu in den 5. Satz, wo sich dieser aber absetzen konnte. Sebu seinerseits setzte sich in vier Sätzen gegen Eru durch, mehrheitlich in der Verlängerung.
Trotz aufkommenden Bodennebels wurde das Spiel um Platz 3 durchgeführt: Elä war vermutlich ausgelaugt und hatte der Bouldering-Ausdauer seines Gegenübers nicht mehr viel entgegenzusetzen, womit sich Eru schliesslich mit 3:0 auf das Podest setzen konnte.
Das Finale hätte spannender werden können, aber Brünu konnte sich die ersten beiden Sätze relativ knapp sichern. Trotz eines gewonnen 3. Satzes war die Hypothek für Sebu zu grosse: Brünu spielte zu abgeklärt und auch die Abschlussbälle schlugen immer wieder präzise ein. Brünu konnte sich mit 3:1 durchsetzen und zum 4. (?) Mal zum Clubmeister krönen. Gratül!

v.l.n.r.: Sebu (Silber), Brünu (Gold) und Eru (Bronze)
Gemäss 11. Gebot folgte auf die Einzelkonkurrenz der Doppelwettbewerb, bei der auf Basis der Einzelspiele die Paarungen zusammengelost wurden. Möglichst gleichstark, was nicht durchgehend möglich war, aber Rekurse gingen glücklicherweise keine ein. Selbst Tinu, der auf knappste Art und Weise erschienen war, konnte noch im Tableau untergebracht werden. Das Repêchage-Tableau begriff mal wieder niemand, schon gar nicht die Turnierleitung, aber die Spiele wurden anstandslos und mehrheitlich regelkonform vollzogen. Während Buffet-Restposten vertilgt wurden, schickten sich die unermüdlichen Paarungen Annika/Elä, Deru/Brünu, Lutz/Karin, Chäspu/Hussain, Tinu/Johann und Laurenz/Sebu in ihr Schicksal. Dass zwei von insgesamt 24 Belägen benoppt waren, was für diesen Verein eine eher hohe Quote ist, belegt die Überalterung des Teilnehmerfeldes. Dass sich aber beide davon unter die Medaillenränge spielten, zeigt einmal mehr, dass generell zu wenig gegen Material trainiert wird.
Am Ende der Doppelserie gestaltete sich das Podest wie folgt:

v.l.n.r.: Chäspu/Hussain (Silber), Deru/Brünu (Gold) und Tinu/Johann (Bronze)
An den Folgemontagen (24.11. und 1.12.) wurde das Gros der Spiele unter der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen aus dem Nachwuchstraining durchgeführt. Nachdem am ersten Montag das Qualifying durchgeführt wurde, wird hiermit v.a. auf den zweiten Montag und die Finalspiele eingegangen: Der Favorit Kilian spielte sich wenig souverän durch und holte nach zwei 3:2-Siegen hauchdünn Gold. Zweiter wurde David, der sich einzig im Final geschlagen geben musste (und das mit 9:11 im Entscheidungsdurchgang), dafür aber die schönste Medaillen heimnehmen konnte. Im kleinen Final setzte sich Amaru nach der Niederlage in der Vorwoche gegen Laurenz durch und sicherte sich Bronze. Die Plätze 5 bis 8 belegten Bastian, Veronica, Timo und Neria.
Allen herzliche Gratulation!

v.l.n.r.: David (Silber), Kilian (Gold), Amaru (Bronze) und Laurenz